Archive for the ‘Uncategorized’ Category

“Entdecker gesucht” – Eindrücke vom ersten Event für den neuen Toyota Land Cruiser

Sunday, January 24th, 2010

Gestern und heute fand das erste der insgesamt drei Events für den neuen Land Cruiser J15 statt – im Offroad-Gelände bei Balve.

Im Buschtaxi-Forum gibt es Berichte, Eindrücke, Kommentare zum Event und zum neuen Land Cruiser:

http://forum.buschtaxi.org/entdecker-gesucht—ein-paar-bilder-aus-balve-beckum-t23696.html#357505

Macht den HZJ76 zum “Klassiker des Jahres 2010″

Friday, December 25th, 2009

Die “Off Road” vergibt jährlich den “Off Road Award” in verschiedenen Kategorien – und die Nominierungen für 2010 laufen bereits.

Dieses Mal findet sich in der Kategorie “F” – “Offroad-Klassiker” unter anderem ein guter alter Bekannter: Der HZJ76.

Foto: Toyota

Der fünftürige Heavy Duty ist sicherlich einer der besten Kompromisse, die man auf dem schmalen Grat zwischen Offroad-Tauglichkeit und Komfort eingehen kann. Nach meinem Dafürhalten der einzige wirklich bodenständige und vollends für den täglichen harten Einsatz ohne Wenn und Aber taugliche fünftürige Allradler, den man derzeit erwerben kann. Leider nicht “offiziell” über Toyota, sondern “nur” über den grauen Import – was zwar kein Beinbruch, aber dennoch schade ist.

Seit August diesen Jahres gibt es den HZJ76 auch mit Airbags und Euro 4 – und die “Euro-5-Glocken” höre ich im Geiste auch schon leise läuten, zumindest kann ich mir auch diesen Schritt gut vorstellen. Damit ist er vollends Europa-tauglich und tatsächlich endlich eine ernstzunehmende (!) Alternative für all diejenigen, die der allgegenwärtigen elektronischen Aufrüstung überdrüssig sind und einfach nur ein simples, ehrliches, sympathisches, hoch geländegängiges und gleichzeitig komfortables Fahrzeug für den täglichen Gebrauch suchen.

Soweit die Fakten.

Und jetzt die Idee:

Laßt uns diesen Off-Road-Award zum Anlaß nehmen, um ein wenig Lärm zu schlagen. Laßt uns dazu beitragen, dem Medienecho ein weiteres nicht zu unterschätzendes Puzzleteilchen hinzuzufügen. Laßt uns den 76er auf den Thron zu hieven ihn als DEN modernen Klassiker etablieren.

Und laßt uns so – vielleicht – ein winziges Stückchen dazu beitragen, dieses Schmuckstück japanischer Ingenieurskunst in den Blickwinkel von Toyota Europa zu rücken.

Ich weiß nicht, wozu es letztendlich gut ist…ich weiß nur, daß wir als größte Europäische Gemeinschaft rund um den Land Cruiser es zumindest schaffen können, daß der HZJ76 beim Off Road Award ganz oben auf dem Treppchen steht!

Seid Ihr dabei?

Dann laßt uns Lärm schlagen! Very Happy

Und so geht´s: Auf http://www.off-road.de/home/self/award2010/ gehen und abstimmen – etwas zu gewinnen gibt es auch, aber der dort ausgelobte Gewinn sollte nicht der Hauptgrund fürs Mitmachen sein… Wink

Ich habe gerade abgestimmt. Wer von Euch macht mit?

Euer Netzmeister

P.S.: Ende Januar nimmt sich auch der Probefahrttourist des 76ers an. War eigentlich für Ende Dezember geplant, mußte jedoch leider verschoben werden.

Der neue Land Cruiser: Entdecker gesucht!

Tuesday, November 17th, 2009

entdecker_gesucht

Ihr fragt Euch, ob der neue Land Cruiser immer noch ein Land Cruiser ist? Wie er sich fährt? Wie er sich anfühlt? Was er im Gelände leistet?

Dann habt Ihr jetzt die Chance, genau das herauszufinden:

Toyota bietet Euch die Gelegenheit, den neuen J15 exclusiv im Gelände zu testen und Euch für eine wunderschön knackige Tour in Slowenien und Kroatien zu qualifizieren!

entdecker_gesucht_2

Und so läuft´s ab:

* Ihr bewerbt Euch hier und jetzt im Buschtaxi
* Unter den Bewerbungen werden die Teilnehmer der Testcenter ausgelost, die Ende Januar und Anfang Februar in Balve, Horstwalde und Künzelsau stattfinden
* Unter den Teilnehmern der Testcenter werden wiederum 6 Glückliche auserwählt, die den neuen auf einer einwöchigen Tour in Slowenien und Kroatien auf Herz und Nieren testen dürfen!

Die Termine der Testcenter sind:

23. – 24.01. in Balve bei Arnsberg
30. – 31.01. in Horstwalde bei Berlin
06. – 07.02. in Künzelsau

Programmablauf:

Alle Testcenter bieten neben einer rustikalen Atmosphäre mit Blockhütte, Bar und Kamin sowie Wintertipi die Gelegenheit, sich umfassend über den neuen Land Cruiser zu informieren. Neben Demonstrationen der technischen Vorzüge des neuen Land Cruiser stehen Euch Experten für Fragen zur Verfügung. Auf der Off-Road-Strecke könnt Ihr in Begleitung eines Instruktors die Off-Road-Qualitäten des Land Cruiser und die diversen elektronischen Helferlein direkt austesten: Das neue Multi-Terrain-System, die Gelände-Assistenzsysteme HAC und DAC, die Kameras, KDSS, Pre-Crash, Multi-Terrain ABS…

Der Event dauert jeweils einen halben Tag, der einzelne Fahrer testet den neuen Land Cruiser also entweder vormittags oder nachmittags.

Im Anschluss an die Testfahrt könnt Ihr das Fahrzeug anhand eines Auswertungsbogens beurteilen. Damit akkreditiert Ihr Euch zum Land Cruiser Testfahrer und nehmt automatisch an der Verlosung zur ausführlichen Testfahrt im Ausland teil: Auf die sechs Gewinner (inkl. Begleitperson) wartet eine 6-tägige Off-Road-Testfahrt durch Kroatien und Slowenien. Die Anreise führt zunächst über Autobahnen und Landstraßen, bevor es dann vor Ort auf kleinen Nebenwegen, Schotterpisten und weiteren Off-Road-Abschnitten ins Gelände geht. Die Tour wird von der Zeitschrift OFF ROAD begleitet, in der Ihr als Redakteure Eure ganz persönlichen Fahreindrücke schildern könnt.

Und der Clou: Die Bewerber, die übers Buschtaxi kommen, nehmen kostenlos teil – die in der Off Road und auf der Toyota-Website erwähnten 30 Euro spendiert Euch Toyota!

Hier geht´s zum Bewerbungsformular:

http://www.buschtaxi.de/entdecker-gesucht.0.html

Viel Spaß!
Euer Netzmeister

Pro Allrad und die Musterprozesse: Thema erledigt…

Saturday, November 7th, 2009

Wie ich leider erst vor zwei Tagen mitbekommen habe, wurde die Verfassungsbeschwerde von Pro Allrad e.V. bereits Ende August nicht zur Entscheidung angenommen – die Themen “Besteuerung von Geländewagen” und “Musterprozesse” sind damit endgültig ergebnislos vom Tisch. Viel Wirbel um nichts also.

Hier das Statement von Pro Allrad:

http://www.proallrad.com/aktuelles.php?modus=TOP|30

Tja – das wars dann wohl, was dieses Thema angeht.

Sammelbestellung GPS-Tracker

Tuesday, June 30th, 2009

Ich wurde in den letzten Monaten immer wieder auf den GPS-Tracker und die damalige Sammelbestellung angesprochen. Nun, das Warten hat ein Ende…die Sammelbestellung geht jetzt nämlich in die nächste Runde:

http://www.easy2design.de/bulli/sb/index.php?pipi=3

Die angebotenen Pakete wurden leicht überarbeitet, der Preis gesenkt, und dazu gibt es als parallele dritte Aktion einen Akku mit 2 Wochen Standby und eine wasserdichte Box, in die auch der Tracker paßt.

Die Aktion läuft bis zum 12.07.2009

Alles weitere steht unter obigem Link! :)

Euer Netzmeister


Und hier ein paar grundsätzliche Infos, um was es überhaupt geht:

Also, fangen wir nochmal von vorne an: Es geht um einen “GPS-Tracker”, also einen kleinen Kasten mit integrierter Positionsbestimmung per GPS und der Möglichkeit, diese Position per GSM (also Mobilfunk) auf Anfrage auch bekanntzugeben. Das habe ich jetzt kompliziert ausgedrückt, was? Herrlich…

In aller Kürze einmal die Features:

- Positionsbestimmung mittels GPS, Genauigkeit 3 Meter

- Posisionsabfrage mittels GSM (im Gerät muß eine GSM-Karte stecken – das Gerät verschickt dann auf Abfrage eine SMS mit der Position)

- Einstellungen und Änderungen auch aus der Ferne per SMS

- Bewegungsalarm (sendet SMS, sobald er sich bewegt)

- Geschwindigkeitsalarm (sendet SMS, sobald er eine festgelegte Geschwindigkeit überschreitet)

- Geografischer Alarm (sendet SMS, sobald er sich aus einem festgelegten Bereich bewegt)

- Auto-Senden mit freier Definition der Meldezeitpunkte

- SOS-Modus mittels Taste

- Raumüberwachung durch eingebautes Mikrofon

- Maximale Höhe 18.000 Meter, max Geschw. 1.600 km/h

- Abmessungen 64 x 46 x 17 mm

- Gewicht 48 g

- Netzwerk GSM Band 900 / 1800 / 1900 MHz

- GSM/GPRS-Modul Simcon oder Siemens MC55/MC56

- GPS-Chipsatz SIRF3, Sensitivität -159dBm

- Akku Li-Ion 3,7 V, 800 mAh

- Ausführliche Bedienungsanleitung in Deutsch

Im Klartext heißt das: Man steckt eine SIM-Karte in das Gerät, konfiguriert es und steckt es ins Auto. Sobald man das Gerät anruft, wird das Gespräch automatisch abgewiesen und es folgt vom Gerät eine SMS mit der aktuellen Position, der Uhrzeit und der derzeitigen Geschwindigkeit.

Ein Beispiel:

lat: 49.036725 long: 008.520078 speed: 091.6 01/09/09 22:06 gps tracker bat:F signal:F imei:359usw.

Das ist ein standardisiertes Format, das auch in diverse andere Systeme eingelesen werden kann.

Gebe ich diese Koordinaten z.B. in Google Maps ein (probiert´s mal aus!), sehe ich: Der Punkt liegt mitten im Acker, neben der B3. Aus der Tatsache, daß das Teil sich mit über 90 km/h bewegt, schließe ich messerscharf, daß es sich wohl auf der Bundesstraße befindet…und wenn ich jetzt noch eine zweite Position abfrage, sehe ich auch die Richtung der Bewegung. Im vorliegenden Beispiel hat das Teil eine (rausgemessene) Abweichung von min. 18 Metern. Das reicht aber völlig, um es im Falle eines Diebstahls einzugrenzen.

Ich habe den Tracker rudimentär getestet, sprich: In verschiedenen Einbau- und Fahrsituationen ausprobiert, ein paar Einstellungen verändert, die Positionen ausgelesen und ausgewertet usw.

In der Mittelkonsole oder auf dem Armaturenbrett hat er natürlich am ehesten “freies Schußfeld” zum Satelliten, aber auch unter der Dachkonsole oder an anderen Orten hat er funktioniert.

Der Akku hält übrigens 48 Stunden – das ist natürlich garnix und bringt uns nicht wirklich weiter. Dafür kann ich das Teil aber auch mittels Ladekabel ans Dauerplus hängen, der Akku hat einen Überladungsschutz und die Ladeautomatik schaltet akkuschonend ab. Wenn ein potentieller Langfinger die Batterie abklemmt, ist natürlich nach 48 Stunden Sense.

Und was passiert, wenn ich mein Buschtaxi über den Sommer einmotte und ebenfalls die Batterie abklemme? Sobald ein Langfinger für den Klau die Batterie anklemmt, schaltet sich der Tracker automatisch wieder ein und ist betriebsbereit.

Eines ist klar: Das ganze funktioniert nur, wenn der Tracker GSM-Empfang hat. Im Tunnel, im Keller, in der Zentralsahara oder sonstwo ist das Teil logischerweise völlig nutzlos. Insofern bringt mich die SOS-Taste auch bei einem etwaigen Überfall außerhalb der Zivilisation nicht wirklich weiter.

Ich finde das Teil gut – und kann auch mit den Einschränkungen leben. Man muß sich halt vor Augen halten, daß es a) keine absolute Sicherheit gibt und b) die Lösung meiner Träume nicht für so kleines Geld realisierbar ist. Da aber mindestens ein böser Bube schon versucht hat, mein Buschtaxi in die Finger zu bekommen, ist mir das Teil diesen Preis durchaus wert.

Und hier nochmal der Link zur Sammelbestellung:

http://www.easy2design.de/bulli/sb/index.php?pipi=3

…und der Link zur Diskussion im Forum: http://forum.buschtaxi.org/gps-tracker-t19742.html

Das Aus für die 4WheelFun

Tuesday, June 30th, 2009

Bislang waren es nur Gerüchte, jetzt ist es amtlich: Der Verlag Motorpresse stellt die 4WheelFun ein. Welches die letzte Ausgabe sein wird, weiß ich (noch) nicht.

Das online-Portal soll weitergeführt werden.

Ich finde das sehr, sehr schade. Die 4WF ist neben der Off-Road das Print-Urgestein in unserer Nische und hat sich einen fairen und engagierten Kampf um die Marktanteile geliefert.

Schade um ein gut produziertes Blatt!

CO2-Steuer, Feinstaub, Abwrackprämie…und nu?

Tuesday, February 3rd, 2009

Wir sind eine Nation der Komiker, ohne Zweifel. Denn: Lustige Ideen überziehen das Land. Eine spaßiger als die andere. Und es werden immer mehr. Einige davon schaffen es sogar, den Status geltenden Rechts zu erlangen.

Die Feinstaubzonen zum Beispiel. Hach, was ein Spaß. Mittlerweile wohne auch ich in einer Feinstaubzone (ganze 300 Meter), darf also mithin mangels kleiner, farbiger Plakette nicht mehr mit meinem eigenen Auto nach Hause. Daß diese Feinstaubzonen nichts bringen, spielt dabei keine Rolle. Es wurde entschieden, also wird es auch durchgezogen. Und wenn nicht der Umwelt zuliebe, dann zumindest zum Wohle der Automobilindustrie, die händeringend auf den ersehnten Absatzschub wartet. Und da sag noch einer, wir wären humorlos.

Interessanterweise sind es die modernen Fahrzeuge mit ihren Commonrail- und Pumpe-Düse-Techniken, die Feinstaub überhaupt erst emittieren. Ein Traktor wie mein Landcruiser wirft hinten grob geschätzt handtellergroße Partikel aus…der macht an Steigungen vielleicht mal richtig dunkel für den nachfolgenden Verkehr, allerdings ist das Zeug mit Sicherheit nicht lungengängig – und das ist ja die Gefahr beim Feinstaub.

Nichts desto trotz haben unsere Innenstädte mit einer hohen Partikelbelastung zu kämpfen, keine Frage. Der sichtbare Teil ist dabei nicht einmal der gefährlichste: Lungengängig und somit eben gesundheitsschädlich sind Teilchen der Größe “PM10“, die sich nicht mehr wie Schwebstaub, sondern wie Gase verhalten.

Aber woher kommen diese Teilchen? 10 Untersuchungen ergeben dabei 15 unterschiedliche Ergebnisse…kurzum: So richtig aufs letzte Milligram ermitteln kann das niemand. Das Umweltbundesamt hat den verbrennungsbedingten Feinstaub-Anteil des gesamten Verkehrs in einer Untersuchung aus dem Jahre 2005 auf rund 21 Prozent beziffert, andere Statistiken sprechen von deutlich unter 10%. Eine Untersuchung der Universität Wien ermittelte u.a. 23% Mineralstaub/Splittstreuung, 13% Holzrauch und 15% Verkehrs-Aerosole. Letztere teilen sich auf in Motor-Emission, Bremsstaub und Reifenabrieb, wobei für den Motor durchschnittlich 7% angegeben werden. Wohlgemerkt: Auch damals gab es schon eine ganze Menge Fahrzeuge, die die grüne Plakette bekommen hätten.

Wenn wir das jetzt mit der Feinstaubverordnung zusammenwerfen, die ganzen Ausnahmen rausrechnen und uns vor Augen halten, daß auch Fahrzeuge mit grüner Plakette immer noch Feinstaub emittieren…dann schmilzen diese 7% plötzlich ganz schnell zusammen.

Für die verbleibenden paar Prozent (vielleicht ganze 2? Ich weiß es nicht) werden tausende von Autobesitzern gezwungen, sich ein neues Fahrzeug zu kaufen.

Im Ergebnis kommt das einer Zwangsenteignung gleich.

Wurde eigentlich je untersucht, wieviel Fein- oder Schwebstaub die Silvester-Knallerei erzeugt? Die sommerliche Grillsaison? Streusalz? Bauarbeiten? Laserdrucker? Schüttgutumschlag? Der jährliche Staubsturm aus der Sahara?

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Auch bei der neuesten Ausgeburt – der CO2-Steuer – wurde eine halbe Sache durch eine andere halbe Sache ersetzt. Abgesehen vom ganzen Hickhack im Vorfeld erfüllt auch die endgültige Ausgestaltung nicht ansatzweise den vordergründig proklamierten Sinn und Zweck des “Umweltschutzes”.

Hintergedanke ist: “Kauft neue Autos und werft die alten weg, damit schützt Ihr die Umwelt.”

Denken wir das doch einmal konkret durch, der Plausibilität wegen mit einem gängigen Mittelklasse-Fahrzeug älteren Baujahrs: Nehmen wir einen Mercedes-Benz, W124, 250 TD. Die guten alten Benz-Diesel, einer der meistverkauften PKW. Dieser verbraucht bei normaler Fahrweise 6-8 Liter Diesel (oder Pflanzenöl). Gut, man bekommt ihn auch locker auf 5, aber wir wollen’s ja nicht übertreiben.

7 Liter Diesel auf 100 km bedeuten eine CO2-Emission von 185,5 g/km.

Die Produktion eines Neuwagens gleicher Größe verbraucht durchschnittlich 20 Tonnen CO2, heißt es. Das ist zumindest der Wert, der durch die Medien gereicht wird.

Und jetzt kommt der Dreisatz: Mit dem betagten 250er können knapp 108 tsd. Kilometer zurückgelegt werden, bis die anfallende Emission für eine Neuproduktion erreicht wäre. Bei sparsamer Fahrweise sind es knapp 130 tsd. Kilometer.

Dafür bräuchte Otto Normalverbraucher ungefähr 8,5 Jahre (bei 15 tsd. km Jahresfahrleistung).

Wenn man einen Schritt weiter geht und den alten Diesel mit Pflanzenöl bewegt, verändert sich dieser Wert ganz beachtlich. Natürlich ist PÖl nicht 100% CO2-neutral. Aber selbst bei einem theoretischen Wert von 15% (bleibende Co2-Emission gegenüber mineralischem Diesel) steigt das km-Äquivalent auf 360 tsd. Den energetisch sicherlich aufwändigeren Reparaturaufwand moderner Fahrzeuge nicht mit eingerechnet.

360.000 km.

Da wir ja nicht alle alte Benz-Diesel bewegen, sondern “spritschluckende Dinosaurier”, dehne ich die Rechnung mal auf ein konkretes Beispiel aus: Mein Buschtaxi. Ich bewege meinen Cruiser geschätzte 5 tsd. km im Jahr. Treffen, Messen, Urlaub und ab und zu mal am Wochenende zu einer gemütlichen Ausfahrt. Mit 10-12 Litern bin ich für dieses Fahrzeug und seine Nutzlast recht sparsam unterwegs. Das ergibt eine CO2-Emission von 291,5 g/km, auf die Jahresfahrleistung gerechnet sind es 1457.5 kg. Setzt man die Neuproduktion eines Mittelklassefahrzeugs dagegen (KEIN Geländewagen!), könnte ich knapp 14 Jahre so weiterfahren, bis ich den Energieaufwand eines Neuwagens aufgezehrt hätte.

14 Jahre.

Und: Ja, ich betreibe mein Buschtaxi mit Pflanzenöl, zumindest im Mischbetrieb mit 30%. Die restliche Rechnerei spare ich mir jetzt aber, das ist vor dem Hintergrund der schon errechneten 14 Jahre dann auch nicht mehr wichtig.

Neuproduktion kostet also Unmengen an Energie. Erscheint logisch, wenn man mal für fünf Pfennig nachdenkt. Und sooo außergewöhnlich umweltfreundlich ist die Automobilindustrie in der Produktion noch nicht überall. Toyota geht mit seiner “Null Emissionen”-Strategie indes keinen schlechten Weg: Im Werk Valenciennes wird jetzt schon der anfallende Produktionsabfall vollständig recycelt. Aber damit sind sie auch recht allein auf weiter Flur…

Ich halte für mich persönlich also fest: So ganz durchdacht scheint mir das ganze noch nicht. Der Gedanke der staatlichen Steuerung zugungsten des Umweltschutzes ist ein hehrer, ohne Zweifel. Die Ausführung der Regelungen jedoch treffen nicht einmal annähernd ins Schwarze. Sicherlich: Es ist schwer, eine sinnvolle und gleichzeitig faire und tatsächlich zielführende Lösung zu ersinnen. Womöglich ist es gar unmöglich. Dennoch gibt es sicherlich Lösungen, die deutlich ergebnisorientierter wären – wie zum Beispiel die seit längerem hier und da aufblitzende Umlegung der Kfz-Steuer auf den Spritpreis. Wer viel fährt, zahlt viel. Klingt einfach. Vermutlich aber zu einfach.

“Die Dreckschleudern werden dann aber nicht bestraft”, denkt jetzt der eine oder andere. Sicher, das ist wahr. Werden sie aber beim CO2-Konzept auch nicht. Hier wie da müsste ein Sockelbetrag für Emissionswerte (und zwar nicht nur CO2!) eingeführt werden, der moderne und umweltfreundliche Lösungen fördert.

Buschtaxi-Mitglied Rico hatte schon im Jahr 2007 eine Petition zur Umlegung der Kfz-Steuer auf den Spritpreis eingereicht. Die Petition liegt wohl immer noch im Ausschuß, zumindest hat er bis dato nichts mehr davon gehört…seine Anfragen an die Parteien zum Thema “Kfz-Steuer” indes (und vor allem die Antworten!) sind lesenswert. Lesenswert sind auch die Gedanken im Blog von Uwe, der in die gleiche Kerbe schlägt und, sagen wir mal, “seiner Verwunderung offen Ausdruck verleiht”…

Wer die zukünftig auf Neuwagen (also nicht auf Bestandsfahrzeuge, keine Panik!) anfallende Steuer übrigens einmal ausrechnen möchte, findet hier eine sehr nette Excel-Tabelle.

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Kommen wir zur letzten spassigen Idee:

Die Abwrackprämie! Satte 2.500 Euro bekommt man, wenn man sein mindestens 6 Monate auf sich (als Privatmann!) angemeldetes Fahrzeug verschrotten läßt und den Nachweis beim Neukauf eines Fahrzeugs einreicht. 600.000 mal soll diese Prämie gezahlt werden. Macht lustige 1,5 Milliarden Euro zur Förderung der Automobilwirtschaft.

Bis dato wurden schon 2.000 Prämien beantragt, also wurden 2 tsd. Fahrzeuge verschrottet (oder zumindest wurde vorgegeben, daß sie verschrottet wurden, natürlich taucht auch hier die eine oder andere Kiste früher oder später in Afrika auf) und entsprechend 2 tsd. Neufahrzeuge gekauft. Interessanterweise sind das wohl (ich habe jetzt keine Zahl zur Hand, muß ich gestehen) überwiegend Fahrzeuge aus nichtdeutscher Produktion, denn schlußendlich bieten die nicht nur die passenden Produkte, sondern auch recht gute Konditionen im Zusammenspiel mit der Prämie.  Auch Toyota ist hier gut dabei: Wer einen Aygo kauft, erhält zur Abwrackprämie noch einen Bonus in Höhe von stattlichen 1.025 Euro. Damit kostet das Wunder-Ei gerade mal noch 5975 Euro. Das ist ein Wort. Was zahlt man nochmal für einen Smart?

Ich habe heute den Test gemacht, weil ich es selbst sehen wollte: Der Fiat-Händler war gut besucht, der Mercedes-Händler war leergefegt. Klingt nach Stammtisch-Parole, aber so war´s eben.

So gut das Engagement der Importeure ohne Zweifel ist, so sehr wurde damit aber das ursprüngliche politische Ziel verfehlt.

Mal ganz abgesehen davon, daß die alten, gerade verschrotteten Fahrzeuge ja keine Feinstaub-Emission…aber lassen wir das jetzt.
Fakt ist, natürlich, daß die Entwicklung neuer Motoren und Technologien gefördert gehört. Feinstaub hin oder her, wir können ja nicht guten Gewissens auf dem Stand der Neunziger stehen bleiben.

Aber sinnvoll sollte eine solche Förderung halt schon erfolgen.

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Nochmal die Links in der Übersicht:

MDR Fakt über die Feinstaubzonen: http://www.mdr.de/fakt/5170245.html

Fraunhofer Institut: Meteorologische Großwetterlagen und ihr Einfluß auf Feinstaubwerte
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/99373/
http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/bericht-44145.html

Max-Planck-Gesellschaft: “Rußpartikel moderner Dieselmotoren sind vermutlich gesundheitsschädlicher als die Rußteilchen aus älteren Motoren”
http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2008/pressemitteilung20080208/index.html

Universität Wien: Anteil der Emittenten am Feinstaubaufkommen
http://www.oeamtc.at/netautor/download/document/auto/feinstaub_puxbaum.pdf

Umweltbundesamt: Hintergrundpapier zum Feinstaub
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/feinstaub.pdf

Ricos Blog: http://rico.offroad-blogs.net/

Ricos Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=396

Landcruisers Blog: http://landcruiser.offroad-blogs.net/

Toyota´s “Null-Emissionen”-Strategie: http://www.hybrid-zukunft.at/mission.php

Dekra CO2-Rechner: http://www.dekra-online.de/co2/co2_rechner.html

“Fuhrparkblog” – Steuerrechner und weitere kleine Helferlein http://www.fuhrparktreff.de/

Spiegel Online – Die ersten 2000 Abwrackprämien wurden beantragt: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,605013,00.html

Das Auto-Unwort des Jahres

Tuesday, February 3rd, 2009

Gerade habe ich etwas wirklich schönes entdeckt…ich bin derartig begeistert, ich weiß garnicht in welche Tischkante ich beißen soll.

Der finnische Reifenhersteller “Nokian” ist dem Geländewagenfahrer wohlbekannt – nicht zuletzt wegen des hervorragenden Winterreifens “Hakapellita”.

Nun hat Nokian den Gipfel des PR-Olymps erklommen und im Rahmen der Berichterstattung für ein neues Produkt einen Begriff ersonnen, der seinesgleichen sucht. So treffsicher, so einfallsreich, so perfekt umschreibend…es drängt sich mir die Frage auf, wie lange man einen Texter mit dem Kopf in die Reifenpresse stecken muß, um einen solchen Kreativitätsausbruch zu erreichen.

Da ich persönlich nie ein solches Niveau an Feingefühl für Produkt, Branche und gesellschaftlicher wie politischer Situation erreichen werde, brauche ich eigentlich auch garnicht mehr weiter zu schreiben. Lassen wir die Gummibirne einfach selbst zu Wort kommen:

“Der neue Winterreifen Nokian WR G2 SUV für Stadtgeländewagen fährt sicher bei jeder Witterung.”

Besser kann man nicht ausdrücken, wie das Gros der medial aufgescheuchten Bevölkerung ohnehin schon denkt.

“Stadtgeländewagen.”

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Wie viele Spikes muß man im Kopf haben, damit einem ein solcher Schwachfug einfällt?

Für diesen Bärendienst an der Geländewagen-Szene verleihe ich der Nokian-Pressestelle hiermit den goldenen Reifenplatzer!

schleudergefahr

P.S.: Die “Welt” hat´s auch entdeckt…

NEU: Die Buschtaxi-Toolbar!

Wednesday, November 26th, 2008

Und wieder eine neue, nette, hilfreiche Spielerei:

Die Buschtaxi Toolbar!

Mit PopUp-Blocker, Google-Suchfenster (Ihr könnt auch nur im Buschtaxi suchen! Und zwar über die komplette Seite – also Redaktioneller Teil, Forum, Blog), RSS-Feed der Forenbeiträge (aktualisiert alle 15 min), wichtige Links im Buschtaxi, e-Mail-Notifier (abschaltbar) und Web-Radio…quasi wie die Google-Toolbar, nur auf das Buschtaxi bezogen.

http://buschtaxi.toolbar.fm/

Runterladen, installieren, los geht´s…und – wichtig! – natürlich läßt sich das Teil auch wieder deinstallieren. :-)

Euer Netzmeister

Neu im Netz: Offroad-Blogs.net

Sunday, November 23rd, 2008

Liebe Buschtaxler!

Blogs sind in. Blogs sind hip. Ohne Blog kann man sich ja heutzutage nicht mehr auf die Straße trauen. “Hast Du ein Blog?”, wird man mancherorts am Einlaß gefragt. Blogs sind quasi die schwarzen Lederjacken der Neuzeit.

Ihr alle kennt das Buschtaxi-Blog, in dem ich live von Veranstaltungen berichte. Stichwortartig knalle ich Euch Kleinigkeiten, Eindrücke, Ideen an den Kopf und versuche damit ein klein wenig, das wiederzugeben, was mir auf dieser Veranstaltung ins Auge springt. Das kann mal mehr, mal weniger interessant sein – aber es ist immer echt und unmittelbar. Es kommt genau in dem Moment ins Netz, in dem ich es entdeckt habe. Ihr seid also wirklich live dabei. Und das sogar zahlreich: Über das Wochenende des Buschtaxi-Treffens zählte ich alleine im Blog knapp 10.000 Besucher.

Hier und da nutzt der eine oder andere schon ein Blog – als Reisetagebuch, für die Restaurationsstory, um einfach nur aus seinem Leben zu erzählen. Dafür installiert man sich eine Blogsoftware oder man richtet sich einen Account auf einer beliebigen Blog-Plattform ein. So oder so ist man (wie immer im Internet) jedoch darauf angewiesen, daß die Leute einen auch finden…die schönsten geistigen Ergüsse sind nunmal vergeudet, wenn sie keiner liest.

“Das muß man doch auch irgendwie bündeln können”, dachte ich mir kürzlich. Und da ich gerade zufällig einen Nachmittag Zeit hatte, habe ich da mal schnell was gebastelt…*hüstel*…

Herausgekommen ist:

Offroad-Blogs.net

…eine offene Blog-Plattform für die Offroad-Gemeinde.

Hier kann also jeder sein eigenes Blog eröffnen und von seinem Allradler oder Bike, den Umbauten und Veränderungen, seinen Reisen oder schlicht aus seinem Alltag erzählen. Texte verfassen, Bilder und Videos einbinden, Links und Unterseiten anlegen?das alles geht hier sehr, sehr einfach und ohne jegliche Vorkenntnisse.

Das ganze ist tatsächlich so einfach, wie eine e-Mail zu schreiben!

Damit wären wir aber immer noch nicht weiter als andere Blog-Plattformen auch…

Deshalb möchte ich darüber hinaus auch die ganzen interessanten Blogs aus der Szene auf dieser Plattform sammeln und damit eine (kleine) Übersicht schaffen. Allerdings nicht als pure Linkliste (das wäre langweilig), sondern inklusive Inhalt: Im besten Fall werden diese Blogs direkt auf Offroad-Blogs.net eingebunden, jede veröffentlichte Neuigkeit erscheint also im betreffenden Blog selbst UND in den Offroad-Blogs.

Ein Beispiel: Das Buschtaxi-Blog ist unter blog.buschtaxi.og zu erreichen. Aber auch über buschtaxi.offroad-blogs.net. Jede im Buschtaxi-Blog veröffentlichte Meldung erscheint hier wie dort.

Somit habt Ihr mit einem Blick auf die Startseite (oder mit Abonnement des kompletten Feeds!) alle Neuigkeiten auf einen Blick erfaßt – und bekommt immer sofort mit, wenn ein neues Blog eröffnet wurde.

Und so findet Ihr auf den Offroad-Blogs z.B. auch das Reisetagebuch von unseren Buschtaxi-Freunden Jonas, Wohni, Peer und natürlich auch das Buschtaxi-Blog.

Kurzum: Die Offroad-Blogs sollen das Buschtaxi-Netzwerk erweitern und schaffen zusammen mit EuroCruisers.net in meinen Augen eine nette, runde Sache und einen schönen Blick über den Tellerrand. :-)

Ich könnte Euch jetzt hier noch stundenlang weitererzählen, was man damit jetzt schon machen kann und was noch kommen wird…von der Möglichkeit, per e-Mail von unterwegs zu bloggen…davon, daß die schönsten und interessantesten Blogs wiederum hier im Buschtaxi eingebunden werden…von den ganzen Funktionen, die gerade noch in Arbeit sind…

Aber bekanntermaßen schwindet die Zahl der aktiven Leser mit der Länge des Geschreibsels… :-p …und deshalb lasse ich es an dieser Stelle gut sein und werfe Euch einfach nochmal den Link an den Kopf:

http://www.offroad-blogs.net/

Mehr dazu gerne in den nächsten Tagen – und bei Fragen bin ich natürlich jederzeit für Euch da. Schaut rein, legt los, spielt rum und probiert es aus…ich freue mich auf viele neue Beiträge!

Euer Netzmeister