Salon du 4×4 Saint Tropez - Fazit
Ein ganz knappes Fazit des letzten Wochenendes:
Der Besuch des “Salon du 4×4″ in Saint Tropez hat sich durchaus gelohnt - in mehrfacher Hinsicht. Zum einen, weil ich interessante Leute kennenlernen durfte und, natürlich, weil Saint Tropez immer eine Reise wert ist, auch wenn´s wie aus Kübeln giesst und ich dafür über zweitausend Kilometer runterdieseln muß. Zum anderen, weil ich wieder einmal ein wenig in die französische Offroad-Szene hineinschnuppern durfte, die sich durchaus ein ganzes Stückchen von der deutschen unterscheidet und alleine deshalb für mich hochinteressant ist.
Der Salon selbst war keine umzäunte, abgegrenzte Großmesse wie z.B. Bad Kissingen, sondern mitten auf einem Parkplatz direkt am Hafen und offen und kostenlos für die Besucher. Inwiefern die Messe in der französischen Szene beworben und beachtet wird, kann ich nicht beurteilen, ich hatte jedoch ehrlicherweise deutlich mehr Besucher erwartet. Letztes Jahr waren es laut Veranstalter derer 15.000, wobei mich sehr interessieren würde, welchen Anteil daran die “Laufkundschaft” hatte, sprich: Jene Besucher, die auf dem Weg vom und zum Hafen mehr oder minder zufällig auf den Salon gestoßen und durchgeschlendert sind. Dieses Jahr hat natürlich das Wetter ganz und garnicht mitgespielt, das hat sicherlich viele Interessenten garnicht erst starten lassen. Allerdings muß man auch sagen, daß andere Messen auch bei Regen anständig besucht sind, da sie vom Fachpublikum einfach als interessante und seltene Veranstaltung fest eingeplant werden, Regen hin oder her. Interessanterweise standen auf dem freien Rest des Parkplatzes auch kaum Geländewagen, und auch auf den Straßen sind uns so gut wie keine Offroader begegnet. Aber, klar: Ich schiebe das mal hauptsächlich auf das Wetter, das am Freitag und Sonntag wirklich unterirdisch war (und am Montag gab es ja an der Côte d’Azur unwetterbedingt z.B. auch einen riesen Stromausfall).
Organisiert war die Messe ohne Frage gut: Ein bekannter und sehr beredter Moderator lief den ganzen Tag über das Gelände und hat via Funkmikro jeden Aussteller interviewt und die einzelnen Unternehmen vorgestellt, begleitet wurde er von einem Kameramann und das ganze wurde auch gleich auf die Leinwand mittendrin übertragen.
Auf dem zentralen Platz in der Mitte waren ca. 25×25 Meter abgesperrt und mit ordentlichen Granitbrocken bestückt, hier haben zwei Truck-Trial-Profis mit ihrem Mog ein wenig gezeigt, was möglich ist. Auch das wurde kommentiert und gefilmt und war angenehm kurz, knackig und interessant. Nichts schlimmeres als langatmige Vorführungen, die nie zu Potte kommen…das gab es hier nicht, sehr nett gemacht.
Was mir persönlich ein wenig gefehlt hat, waren die “besonderen” Lösungen. Größtenteils waren reine Fahrzeughändler vor Ort und vieles spielte sich natürlich im Bereich SUV ab. Bis auf eine handvoll Spezialisten wie z.B. Outback Imports, Raptor oder WSR gab es also wenig zum stöbern und neu entdecken. Ihr habt es an meinen Berichten gemerkt.
Ich werde nächstes Jahr aber auf jeden Fall wieder nach Saint Tropez fahren, und auch Val d’Isère werde ich mir nicht entgehen lassen - die Stimmung auf dem Salon hat mir insgesamt gut gefallen und den Austausch innerhalb der Europäischen Szene (über das bisherige klein-klein hinaus) sehe ich definitiv als nächstes großes Abenteuer. Da wird sich sicherlich einiges tun in den nächsten Jahren!
Euer Netzmeister
